Ausbildung zum systemisch fundierten Feel Good Manager

Immer mehr Unternehmen setzten auf einen Feel Good Manager, der das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick hat und nachhaltig fördert. Doch welche Aufgaben sind das und führen sie zum Erfolg?

An der Greiner Akademie in Stuttgart und Berlin (www.feelgoodmanagerausbildung.de) kann man sich innerhalb eines Jahres berufsbegleitend zum Feel Good Manager ausbilden lassen. In 160 Std. Präsensseminar sowie in begleitenden Peergruppen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf diesen Beruf vorbereitet. Die Vielzahl der Unterrichtsthemen lässt auf eine umfangreiche Aufgabenvielfalt schließen. Doch wer einen Leitfaden sucht, nach dem der Feel Good Manager vorgehen kann, der wird enttäuscht. Stattdessen wird ab dem ersten Seminartag immer wieder die Denk- und Sichtweisen der zukünftigen Feel Good Manager diskutiert. Denn das systemische Denken und Handeln bildet die Grundlage der Ausbildung. Das Akzeptieren anderer Wahrnehmungen und Wirklichkeiten, das Vermeiden von Ratschlägen, die Grundhaltung, die Kollegen bei der Lösungsfindung (z.B. durch Coachingmethoden) zu unterstützen anstatt Lösungen zu präsentieren, darauf zu vertrauen, dass die richtige Ressource bei jedem vorhanden sein wird, das lösungsorientierte Arbeiten, ist für viele Teilnehmende erst einmal völlig neu, manchmal auch zunächst schwer zu akzeptieren und doch so elementar für die spätere erfolgreiche Arbeit.

Das Nachdenken und Reflektieren über das eigene, bisherige Verhalten und Denken wird wie ein roter Faden durch die gesamte Ausbildung immer wieder gefördert, offen diskutiert und reflektiert. Den größten Umbruch in der Denkweise erfahren die Teilnehmenden aber sicherlich in den Modulen, in denen es explizit um das systemische Denken und Handeln, sowie um die Grundlagen des (Business-) Coaching geht. Die Aha-Effekte nach den ersten Übungen in Kleingruppen, das zirkuläre Fragen, die Perspektivwechsel, das Aufstellen von Figuren, die Ressourcenarbeit, usw., fordern die Teilnehmenden heraus und eröffnen gleichzeitig neue Horizonte und machen sofort Lust, die neu gelernten Fähigkeiten einsetzen zu wollen.

Aber genau so wichtig wie das Verstehen dieser Denk- und Handlungsweisen ist auch die Abgrenzung und die Grenzen der Methoden. Auch der Grundsatz der generellen Freiwilligkeit, Transparenz und Überparteilichkeit muss deutlich und verstanden werden. Dieses Verständnis und die Veränderung dadurch in den eigenen Handlungen sind der Hauptgrund, warum die Ausbildung über diesen langen Zeitraum stattfinden muss. Denn jeder Teilnehmende benötigt die Chance, zwischen den Modulen sowohl in den Peergruppentreffen als auch im normalen (beruflichen) Alltag immer wieder damit konfrontiert zu werden und darüber zu reflektieren. Die Unterscheidung, wann ist meine Expertenmeinung gefragt und wann lasse ich meine eigenen Urteile keine Rolle spielen, kann ich geduldig sein, kann ich andere Meinungen als gleichwertig akzeptieren, mache ich Anliegen anderer nicht zu meinen, sind dabei oft wiederkehrende Denkmuster, die diese Reflexion unerlässlich machen und später den Unterschied bilden, zwischen einer „Bemutterung“ oder professionellem und nachhaltigem Feel Good Management.

Das Feel Good Management fördert ganz im Sinne des systemischen Denkens und des Coachings das Finden der Ressourcen jeder Kollegin und jedes Kollegen. Denn die Wahl, die neuen Perspektiven und Möglichkeiten die dadurch gefördert werden, sind die Grundlage eines erfüllten Arbeitens. Ausgebildete Feel Good Manager sind mit ihrem breiten Fachwissen befähigt, sowohl als Sparring Partner, Coach oder Experte in den verschiedensten Bereichen Unterstützung zu geben. Aus diesem Grund sind viele der Inhalte der Ausbildung ausgewählt worden, die nachhaltig und praxiserprobt sind. Letztendlich muss jeder Feel Good Manager aus diesem „Werkzeugkoffer“ das für die jeweilige Situation passende heraussuchen, oder, und das wird während der gesamten Ausbildung gefördert, daraus ein neues kreieren. Viele Themen verstärken ihre Wirkung, wenn sie kombiniert werden. Zum Beispiel das Wissen, wie ein Mitarbeitergespräch erfolgreich geführt werden kann, verstärkt dadurch, was erfolgreiche (systemische) Führung und Teamprozesse ausmacht, unterstützt Führungskräften dabei, zusammen mit dem Feel Good Manager als Coach, seiner Aufgabe immer gerechter zu werden.

Aber auch grundlegendes Handwerkszeug wie Kreativitätstechniken, das Moderieren und Leiten von Workshops oder die Personalauswahl und Einführung von neuen Mitarbeitern sind Teil der Ausbildung. Gerade wenn der Feel Good Manager Mitarbeitende und Führungskräfte als Multiplikatoren seiner Arbeit gewinnen will, sind diese Fähigkeiten elementar. Denn ohne Kooperation, sowohl mit der Geschäftsleitung als auch mit den Führungskräften aller Ebenen und schlussendlich auch aller Kolleginnen und Kollegen ist die Arbeit eines Feel Good Managers aussichtslos und ohne jede Wirkung. Dieses Vertrauen aufzubauen wird sie erste Aufgabe sein und fordert neben Geduld vor allem viele Gespräche, Wertschätzung und ein „wohlwollendes Nichtswissen.“

Zwei Ziele sind für den Feel Good Manager bedeutend: Die Zufriedenheit der Mitarbeiter auf der einen Seite und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auf der anderen. Diese zwei Faktoren sind unmittelbar von einander abhängig und rechtfertigen erst gemeinsam das Feel Good Management. Den Unterschied dabei macht ein wesentlicher Punkt, denn das professionelle Feel Good Management möglichst auszuschließen versucht: den Zufall. Alle Maßnahmen werden stets analysiert, denn der Grundsatz „vom Guten mehr und schlechtes einstellen“ ist der ständige Begleiter. Darum sind die Erhebung von Kennzahlen zum Beispiel durch Befragungen oder Auswertungen von Daten für die Organisation(-sentwicklung) und die Arbeit des Feel Good Managers unerlässlich und beides darum Thema in der Weiterbildung. Das gleiche gilt für das Qualitätsmanagement wie zum Beispiel der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), welcher fester Bestandteil jedes Feel Good Managements sowie der Organisation sein muss. Auch eine regelmäßige Supervision sollte jeder Feel Good Manager in Anspruch nehmen, sei es durch regelmäßige Treffen mit Kollegen oder durch externe Coaches, Supervisoren oder Psychotherapeuten.

Gesundheitsthemen wie Burnout, Stress, Work-Life-Balance usw. sind genau so wie Konfliktmanagement und Mediation Teil der Weiterbildung. Denn diese Themen benötigen viel Kompetenz, Erfahrung und Wertschätzung, bei gleichzeitiger Rücknahme jeglicher eigener Meinungen und Bewertungen.

Die Aufgaben eines Feel Good Managers sind so unterschiedlich und vielfältig wie jede Organisation es ist. Die systemische Denkweise befreit den Feel Good Manager gedanklich aber davon, Lösungen für andere finden zu müssen, denn er unterstützt nur dabei. Alleine schon aus diesem Grund ist es eine elementare Basis, die einen professionellen Feel Good Manager ausmachen, sich in dieser Aufgabe scheinbar ohne existierende Vorgaben und Leitfäden zurechtzufinden und sich emotional nicht zu verausgaben.

Das gesamte Curriculum der einjährigen Ausbildung zum Feel Good Manager finden Sie auch zum Download unter:

www.feelgoodmanagerausbildung.de

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